Clemens Kandolf: Zukunftsbäcker

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Supermärkte, Tankstellen, ja sogar kleine Buffets – alle backen frisch … mit Tiefkühlteiglingen und gut konservierten Baguettes. So fragen sich manche: „ Wie sieht wohl die Zukunft des Bäcker-Handwerks aus?“

Na, so zum Beispiel:

Clemens bei der Arbeit

Clemens ist Zukunftsbäcker im wahrsten Sinne des Wortes. Bei uns in der Backstube ist er mittlerweile im 3. Lehrjahr und hat ein ganz konkretes Ziel vor Augen: eines Tages eine Handwerks-Bäckerei im wunderschönen Gailtal zu führen. Dort will er regionale Spezialitäten am Leben erhalten bzw. auch neu kreieren und nachhaltig wirtschaften.

Wohin führt der Weg?

Nun, in seinem Fall ist das auch schon so gut wie fix. Clemens kommt aus der Bäckerei-Dynastie der Familie Kandolf in Hermagor.

Familie Kandolf
Schwager Jouri, Schwester Kerstin, Clemens und seine Mama Rosi in ihrer Backstube 2011 – foto gefunden auf und verlinkt mit hermagor.news

Schon sein Ur-Großvater Hans Kandolf versorgte das Bezirksstädtchen im Westen Kärntens mit gutem Brot. Danach trat sein Sohn Manfred  in die Fußstapfen seines Vaters. Er war ein überaus energiegeladener Mann und weitum bekannt – auch dank seiner Funktion als langjähriger Innungsmeister des Bäckergewerbes. Vieles wurde während seiner Tätigkeit bewirkt und auch seinen Kindern hinterließ er zwei Betriebe zur Übernahme: Sohn Hannes Kandolf führt gemeinsam mit seiner Frau Rosi den Stammbetrieb an der Hauptstraße, Tochter Carmen kümmert sich mit ihrem Mann, Erich Semmelrock, um die Café-Konditorei am Gasserplatz.

Rosi Kandolf
Die Mama, Rosi Kandolf – hier in der Backstube – ist normalerweise für den Verkauf zuständig – foto gefunden auf und verlinkt mit hermagor.news
Hannes Kandolf
Clemens‘ Vater, Hannes Kandolf, bei der Arbeit – foto gefunden auf und verlinkt mit gailtal-journal.at
Kerstin Kandolf
Schwester Kerstin Kandolf ist gemeinsam mit ihrem Partner Jouri schon seit einige Jahren in der Bäckerei Kandolf aktiv – foto gefunden auf und verlinkt mit hermagor.news
Clemens Kandolf
Da war er noch ein wenig kleiner 😉 – Clemens 2011 – foto gefunden auf und verlinkt mit hermagor.news

Clemens selbst ist der Jüngste von drei Geschwistern und findet es sehr angenehm, in Hermagor zu leben. „Schön ruhig ist es da“, meint er, „und sportlich liegt ja alles vor der Haustüre“.

Bewegung ist alles

Der Sport ist es auch, der ihn neben seinem Beruf unglaublich fasziniert. Er liebt es, im Verein Fußball (SG Gitschtal) und Eishockey (EC Galloways Kirchbach) zu spielen, und tut dies mit seinen Galloways zum Beispiel in der Kärntner Liga. Sein absoluter Hero ist John Hughes, kanadischer Legionär bei Red Bull Salzburg, mit dem er sehr gerne einmal einen Abend verbringen würde.

John Hughes
Das große Vorbild von Clemens: John Hughes, kanadischer Legionär bei Red Bull Salzburg – foto gefunden auf und verlinkt mit Facebook
EC Galloways
Der EC Galloways Kirchbach – Clemens (stehend 2. von links) spielt leidenschaftlich gerne Eishockey – foto gefunden auf und verlinkt mit meinbezirk.at
SG Gitschtal
Clemens‘ Fußballverein, der SG Gitschtal – foto gefunden auf und verlinkt mit meinbezirk.at

Auch zahreiche Trailstrecken in ganz Kärnten macht er mit seinem Fahrrad unsicher – Nassfeld, Weissensee, Falkert, …. überall hat er sich schon ausgetobt. Und wenn er wirklich einmal genug hat vom Sport, dann „….verbring ich meine Zeit natürlich am liebsten mit meiner Freundin Laura…“.

…und wie ist das mit dem Aufstehen?

„Sei ganz ehrlich, Clemens!“

„Also – ganz ehrlich: ich bin schon von klein auf gerne früh aus den Federn. Vier Stunden Schlaf reichen völlig.“

Muss wohl an den Genen liegen 😉

Clemens mit Jouri
Schon von klein auf ein Frühaufsteher: Clemens mit Jouri – foto gefunden auf und verlinkt mit hermagor.news

„Hier beim Wienerroither ist für mich um  halb 4 Uhr Tagwache, danach mach ich mich fertig und auf den Weg in die Firma. Dort fange ich pünktlich um 4 Uhr mit meiner Arbeit an“, meint Clemens. „Arbeitsende ist um die Mittagszeit, danach umziehen und essen. Am Nachmittag unternehme ich kurze Ausflüge rund um den Wörthersee oder hab auch schon mal mein Rad am Autodach mit und fahr los auf den nächsten Berg…“.

Verständlich, irgendwie muss man die überschüssige Energie ja abbauen.

Und was machst Du so in der Backstube?

Mein Ansprechpartner heißt Manuel Kavalirek. Er kümmert sich besonders um uns Lehrlinge und bringt mir wirklich alles bei. Er ist ein wunderbarer Lehrmeister.“, meint Clemens.

„Mein jetziges Aufgabengebiet erstreckt sich von der Betreuung des Lagers über den Umgang mit den verschiedenen Teigen bis hin zum Wirken (Formen des Gebäcks). Auch das unvermeidliche Aufräumen ist unter anderem unser Resort.

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Wenn ich einen Wunsch freihätte, würde ich gerne schon mehr Zeit beim Ofen verbringen und auch über das Teig-Mischen mehr lernen. Aber das kommt noch. Meine allerliebste Tätigkeit ist das Handsemmel-Klopfen. Ich liebe es, weil es richtiges Handwerk ist und viel Übung braucht. So schnell wie Manuel bin ich allerdings (noch) nicht.“

Manuel ist mit 16 Handsemmeln pro Minute übrigens unser Rekordhalter in der Backstube.

Würde dich die Konditorei auch interessieren?

Mein wichtigstes und erstes Ziel ist die Ausbildung in der Bäckerei. Aber wer weiß, vielleicht schließ ich ja noch ein paar Jahre in der Konditorei an? Sag niemals nie.“

Und wieso ausgerechnet zum Wienerroither?

Clemens: „Also, das war ja ursprünglich die Idee meiner Eltern. Für sie war und ist der Wienerroither ein Vorzeige-Betrieb und sie wollten unbedingt, dass ich meine Karriere als Bäcker hier starte.

Wienerrotiher Lehrlinge2015
Clemens ist Teil unseres wunderbaren Nachwuchs-Teams

Mittlerweile kann ich nur sagen, ich freu mich sehr, dass sie so entschieden haben. Ich fühl mich hier richtig wohl!

Ja, Clemens, wir freuen uns auch sehr, dass sie sich so entschieden haben.

 

Word-Rap mit Clemens

  • Was sind deine drei Lieblings-Apps?

WhatsApp – Spotify – Snapchat

  • Mit welcher Berühmtheit würdest Du gerne einen Abend verbringen?

John Hughes natürlich!

  • Was isst Du zum Frühstück? Semmeln und Brot?

Vollkornbrot

  • Welche Songs hast Du auf Deiner Playlist?

Hulapalu von Andreas Gabalier

  • Als Kind wolltest Du….

Eishockey-Profi werden.

  • Deine Stärken?

Sportliche Erfolge

  • Deine Schwächen?

Mit Kritik umgehen

  • Nordpol oder Regenwald?

Nordpol

  • Was war das Peinlichste, das Dir jemals passiert ist?

Keine Ahnung 😀

  • Wie schaut Dein Traumurlaub aus?

Party-Urlaub auf Ibiza

  • Wenn Du drei Wünsche frei hättest, was würdest Du Dir wünschen?

1 – Berufliche Erfolge

2 – eine glückliche Familie

3 – ein gesundes Leben

Clemens #72
Nummer 72 – Clemens Kandolf

 

 Lieber Clemens, danke für das Gespräch!

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