Lust Dir Dein eigenes Süppchen zu kochen?

Koch Dir doch auch Dein Süppchen!
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Einfache Suppen – Essen für die Seele

Der Herbst zieht ins Land und mit ihm auch schön langsam kühlere Tage. Beim Spaziergang am See weht ein frischer Wind, Blätter tanzen durch die Luft und die herbstlichen Sonnenstrahlen bemühen sich redlich, noch ein wenig Wärme in die Luft zu zaubern. Doch vergeblich – spätestens bei Einbruch der Dämmerung wird es Zeit für alle roten Nasenspitzen den Heimweg anzutreten und die frierenden Gliedmaßen wieder aufzuwärmen.

Spaziergang am Landspitz
Unterwegs im bunten Herbstlaub am Landspitz in Pörtschach

Was wäre besser für diesen Zweck geeignet, als eine warme Suppe, die Leib und Seele verwöhnt. Wir haben unseren Expeditleiter Hans, seines Zeichens gelernter Küchenchef und begeisterter Koch, um ein paar seiner Lieblings-Suppen-Rezepte gebeten, die wir hier gerne mit Ihnen teilen. Dazu empfehlen wir Brotspezialitäten, die den Geschmack der jeweiligen Suppe bestens ergänzen. Wir laden Sie aber auch gleichzeitig dazu ein, selbst zu experimentieren und zu sehen, was Ihr persönlicher Favorit in Sachen Suppe-Brot-Kombination denn tatsächlich ist.

In Pörtschach auf der Werzerpromenade
Blick über den still gewordenen Wörthersee in Richtung Velden

Hier also ein paar kräftige Herbst-Suppen á la Hans Gebeneter – ohne Schnickschnack, ganz einfach nach Hausmannsart:

1 – Kürbiscreme-Suppe

Der Klassiker unter den herbstlichen Suppen darf in dieser Auswahl natürlich nicht fehlen – Soulfood vom Feinsten:

Speisekürbis (z.B. Hokkaido (muss nicht geschält werden), Muskatkürbis, Butternut) schälen und klein würfelig schneiden. Zwiebel fein schneiden, in Butter mit dem Kürbis glasig dünsten. Mit 1 EL Currypulver bestäuben, mit Weißwein ablöschen und mit Geflügelfond aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 10 – 15 Minuten kochen lassen. Mit dem Pürierstab schaumig aufschlagen, durch ein feines Sieb streichen und im Topf noch einmal aufkochen. Creme fraiche und Sahne unterrühren.

Der Bäckermeister empfiehlt dazu einen reschen Kornbeisser mit einem Hauch Butter oder getoastete Scheiben vom Kärnten-Karo-Brot.

Gingko im Herbst
Wenn der Gingko die letzten Sonnenstrahlen einfängt, sind auch die Kürbisse reif für die Ernte

2 – Brennsuppn

Die Brennsuppn war früher ein Arme-Leute Essen, wie man schon an der begrenzten Zutatenliste sehen kann. Schnell zubereitet ist sie heutzutage ein gschwindes Abendessen.

Aus Schweineschmalz und Mehl eine braune Einbrenn herstellen und mit Suppe aufgießen. Mit Salz, Majoran, Kümmel, Fenchel und Pfeffer würzen und ca. 15 Minuten einkochen lassen. Fertig.

Zur Brennsuppn passt am besten ein kräftiges Brot, wie z.B. eine Scheibe vom Tiroler Laib oder ein Vintschgerl.

Ernst Wahliss auf der Promenade in Pörtschach
Ob der ehrwürdige Herr Ernst Wahliss jemals eine Brennsuppn gegessen hat?

3 – Kartoffel-Suppe

Die Kartoffelsuppe ist eine recht neutrale Suppe, die bei Jung und Alt Anklang findet. Je nach Gusto kann man sie auch mit ein paar Steinpilzen oder gebratenen Speckwürfeln verfeinern.

Kartoffeln schälen und in feine Würfel schneiden. Zwiebel in Butter glasig dünsten, mit Weißwein und Geflügelbrühe aufgießen. Kartoffeln beigeben und weich kochen lassen. Die fertige Suppe fein pürieren und anschließend durch ein Sieb passieren. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Muskatnuss würzen. Sahne unterrühren und mit dem Pürierstab schaumig aufschlagen.

Wie wär’s mit einer Scheiben Krustenbrot als Beilage, gerne auch mit Speck belegt? Ma guat!

Nebel steigt aus dem See
Wenn der See dampft und die Tage kühler werden, tritt Ruhe ein

4 – Rahmsuppe

Sie ist wohl die ur-österreichischte aller Suppen in dieser Auswahl: Die Rahmsuppe ist simpel zuzubereiten und hat einen unvergleichlichen Geschmack. Man muss sie einfach probieren:

Rindsuppe mit Milch aufkochen. Mit Salz Pfeffer, Anis, Kümmel und Muskatblüte würzen. Ca. 15 Minuten weiterkochen lassen. Mehl und Sauerrahm vermischen und zur Suppe geben. Nicht mehr kochen lassen!

Sowohl Weiß- als auch Schwarzbrot passen zur Rahmsuppe. Entweder hauchdünn aufgeschnittene, getoastete Scheiben vom Reinen Roggenbrot oder vielleicht doch lieber ein in Würfel geschnittenes Dinkelweckerl, in der heißen Pfanne aufgebäht. Für eine etwas abgewandelte Geschmacksrichtung darf es auch mal ein feines Walnuss- oder ein kerniges Kärnten-Karo-Brot sein. …hmmm … die Qual der Wahl!

Der Herbst als Künstler
Wie ein Gemälde – Herbst an der Wahliss-Wiese in Pörtschach

5 – Knoblauchsuppe

Ab und zu kann man sie schon riskieren, so eine aromatische Knoblauchsuppe. Schließlich gibt es ja allerlei Hilfsmittel, um danach immer noch „unter d’Leit“ gehen zu können.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Butter glasig dünsten, mit Mehl bestäuben und mit Weißwein und Geflügelbrühe aufgießen. 20 Minuten kochen lassen. Suppe mit Sahne verfeinern und mit dem Pürierstab schaumig aufmixen.

Zur Knoblauchsuppe empfehlen wir natürlich unser französisches Baguette. Einfach runterbrechen und genießen – wie Gott in Frankreich eben. Für all jene, die keinen Weizen essen möchten, wäre eine Dinkelwurzel oder eine Emmer-Schleife eine köstliche Alternative.

Das historische Werzerbad
Die Badegäste sind verschwunden – das historische Werzer-Bad in der Westbucht

6 – Brot-Suppe

Zum Abschluss des Suppen-Reigens aus der Bäckerei darf natürlich eine Brotsuppe nicht fehlen. Auch sie ist mit einfachen Zutaten zuzubereiten und eine ideale Möglichkeit, einmal härter gewordenes Brot noch sinnvoll in der Küche zu verwenden.

Zwiebel und Knoblauchzehe fein schneiden und in einem Topf in der heißen Butter glasig anrösten. Das Brot würfelig schneiden, dazu geben und mitrösten. Mit Rindsuppe aufgießen und so lange kochen, bis das Brot weich ist und sich versprudeln lässt. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Wenn Sie es sich aussuchen können, sollten Sie hier eine eher kräftige, würzige Brotsorte verwenden: Tiroler Brot, Flacher Laib, Dunkler Wecken, etc. kommen in Frage. Aber wie bereits gesagt, experimentieren ist erwünscht. Die Auswahl an Brot und Gebäck ist riesig und wir sind sicher, Sie finden das Richtige für Ihren persönlichen Geschmack.

Rostiges Laub
Wie das raschelt! „Rostiges Laub“ am Landspitz

Ob Sie nun Lust bekommen, das eine oder andere Süppchen zu kochen, oder nicht: Genießen Sie auf alle Fälle den Herbst – auch und vor allem draußen in unserer herrlichen Natur.

Und vielleicht sehen wir uns ja im Anschluss daran ab und zu beim Wienerroither im Kaffeehaus? Wär schön!

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