Es war einmal…

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Wie alles begann.

1937 – ein Jahr vor Ausbruch des 2. Weltkrieges – kam der junge Bäcker- und Müllermeister Martin Wienerroither mit seiner frischgebackenen Ehefrau Marianne aus Mondsee an den Wörthersee.

Alte Ansicht des Stammhauses in Pörtschach
Alte Ansicht des Stammhauses in Pörtschach

Hier kaufte das Paar eine bereits seit 1924 bestehende Bäckerei und das dazugehörende Anwesen von Herrn Anton Gassner. Beide wollten sich nach ihren Lehr- und Arbeitsjahren im Salzkammergut, Linz, Salzburg und Murau hier in Kärnten selbständig machen.

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Martin Wienerroither begann mit 1 Gesellen und 1 Lehrling seine Arbeit.
Damals wurden die Öfen noch mit Dampf beheizt. Dabei wird heißer Dampf mittels Kohlenfeuerung erzeugt und in Rohren in das Ofeninnere (den Backraum) geleitet. Die Backfläche betrug 8 m².

Per Bahn wurden in den ersten Jahren die Mehlvorräte in 80 kg Jutesäcken von den Mühlen in Ebental und Viktring zum Bahnhof Pörtschach verschickt, von wo unsere Bäcker sie mit dem „Brucknwagalan“ abholten, und anschließend ins Lager schleppen mußten.

mit Bucklkraxn wurden damals die Semmeln ausgeliefert
mit Bucklkraxn wurden damals die Semmeln ausgeliefert

Für den Vertrieb waren ebenfalls noch die Bäcker selbst zuständig: nach getaner Arbeit in der Backstube waren sie mit bis zu 40 kg schwerer „Kraxn“ und Handkörben auf dem Fahrrad oder sogar im Ruderboot zu den Kunden unterwegs.

Langsam aber stetig, und mit viel persönlichem Einsatz bauten Martin und Marianne Wienerroither mit Hilfe ihrer Mitarbeiter in den harten Kriegsjahren den Betrieb aus.

Im Jahr 1950 wurden wenige Brotsorten, mehrere Handgebäcksstücke und einige Zusatzartikel angeboten und in die Kurbelkassa der Marke „National“ eingetippt. Dabei wurden die Groschenbeträge – äußerst fortschrittlich für die damalige Zeit – für die Tagesabrechnung addiert!

Das Geschäft in Pörtschach anno dazumal
Das Geschäft in Pörtschach anno dazumal

Auch beherbergten wir damals schon unsere ersten Sommergäste. Es standen ihnen 5 Doppelzimmer mit Fließwasser – der pure Luxus!!! – und bereits unser eigenes Seebad zur Verfügung.

Als die letzten britischen Besatzer Pörtschach verließen und die Blumenpromenade eröffnet wurde, stellte sich der „Wienerroither“ von einer Dampf- zu einer Elektrobäckerei um – eine neue Ära hatte begonnen.

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