Martin Wienerroither: Der Bäck‘ vom See im Gespräch!

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Martin Wienerroither,  Bäckermeister, Geschäftsführer der Bäckerei Wienerroither und der „Bäck‘ vom See“ im Gespräch.

Unter der Führung von Martin Wienerroither III expandierte der Pörtschacher Familienbetrieb in den letzten Jahren weiter. Inzwischen versorgt Martin Wienerroither mit seinem Team zwölf Filialen im Wörtherseeraum zwischen Klagenfurt und Villach, die allesamt direkt von der Backstube in Pörtschach aus versorgt werden. „Obwohl Modernisierung auch im Bäckerberuf nicht ausbleiben soll, so bleibt dennoch das handwerkliche Können die traditionelle Stütze des Betriebes“, meint Martin Wienerroither.“

Die Bäckerei Wienerroither ist seit über 70 Jahren ein traditionsreiches Familienunternehmen. Ab wann war für dich klar: dieses Unternehmen möchte ich in die Zukunft führen?
Relativ spät. Ich habe nach meiner Lehre ein paar Saisonen als Barkeeper und Bäcker gearbeitet und war anschließend fast ein Jahr in Australien in einer Tauchschule beschäftigt. Erst danach hat es mich in die heimische Backstube gezogen.

Was machst du anders als dein Vater und was würdest du nie verändern?
Ich bin wahrscheinlich etwas spontaner als mein Vater. Absolut nie ändern würde ich den hohen Qualitätsanspruch, den ich von meinen Eltern mitbekommen habe.

Wie können wir uns deinen Berufsalltag vorstellen?
Mein Tag fängt normalerweise so gegen 6 Uhr 30 an. Gleich zu Beginn gibt es eine kurze Besprechung mit unseren leitenden Mitarbeitern über all das, was in der Nacht so passiert ist. Am Vormittag bin ich dann oft in den Filialen unterwegs, besuche unsere Kunden oder mache Büroarbeit. Wenn es die Zeit erlaubt, probiere ich in unserer Schaubackstube neue Rezepte und Ideen aus.

Stehst du als Geschäftsführer noch oft in der Backstube?
In der Backstube stehe ich selber eher selten, außer es ist „Not am Mann“. Aber wie vorher schon erwähnt, teste und probiere ich gerne neue Sachen aus. Also habe ich die Hände schon regelmäßig „im Teig“. Das Bäckerhandwerk selbst macht mir Riesenspaß. Was ich allerdings nicht wirklich vermisse, ist das Aufstehen mitten in der Nacht.

Welche Aufgaben übernimmst du und welchen Herausforderungen musst du dich täglich stellen?
Ich bin verantwortlich für die Produktion, den Einkauf und die Betreuung unserer Wiederverkaufs-Kunden. Außerdem schaue ich mich immer gerne um: Was gibt es für neue Konzepte am Markt? Bietet sich vielleicht ein interessanter neuer Standort für uns an? Ich halte einfach die Augen nach Inspirationen offen, die für uns passen.

Seit letztem Jahr ist die Bäckerei Wienerroither auch in Social Media vertreten. Warum hast du dich für diesen Schritt entschieden und was erwartest du dir davon?
Social Media wird als Kommunikationsmittel mit unseren Kunden immer wichtiger. Wir möchten den Kontakt zu uns für unsere Kunden erleichtern. Einfach in Zukunft besser und schneller mit ihnen kommunizieren und dabei unter anderem den Unterschied zwischen Supermärkten, Backshops etc. und einem richtigen Handwerksbetrieb hervorheben.

Seit kurzem hat die Bäckerei auch einen eigenen Online-Shop. Welchen Herausforderungen muss sich eine Bäckerei im Bezug auf Verpackung und Lieferung verderblicher Ware stellen?
Wir mussten und müssen immer noch viel lernen,  wie man unsere, doch meist empfindliche Waren, richtig verpackt, damit sie beim Kunden in gewohnter Wienerroither-Qualität ankommen und ihm Freude bereiten. Es gibt auch jetzt am Anfang erst einmal nur Produkte, welche eine Haltbarkeit von einigen Tagen haben (z.B. Kärntner Reindling, Kekse, Kräcker etc.) und die wirkliche „Kärntner Spezialitäten“ sind.

 

Welche Visionen hast du? Wo steht die Bäckerei Wienerroither in 10 Jahren, und welche Projekte möchtest du kurzfristig umsetzen?
In 10 Jahren sind wir noch immer eine gesunde, familiengeführte Bäckerei und Konditorei. Wahrscheinlich haben wir noch ein paar Filialen mehr und die Produktion in Pörtschach ist energieautark.
Kurzfristig (in den nächsten 2 Jahren) planen und erweitern wir unsere Produktion in diese Richtung. Und wir arbeiten weiterhin an eigenständigen, nicht vergleichbaren Brot-, Gebäck- und Konditoreispezialitäten.

Für alle Zukunftsbäcker unter unseren Lesern: was ist dein Lebensmotto?
Immer neugierig bleiben und in allen Dingen etwas Positives finden!

Lieber Martin, vielen Dank für den beruflichen Einblick in deine Welt und das nette Gespräch!

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