Symbiose zweier Traditionen oder was war eigentlich zuerst da: der Reindling oder der Villacher Kirchtag?

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Der Villacher Kirchtag und der echte Kärntner Reindling gehören zusammen – ohne wenn und aber! Das eine würde ohne das andere gar nicht funktionieren. Aber was war eigentlich zuerst da, der Kärntner Reindling oder der Villacher Kirchtag? Bevor wir dieser Frage nachgehen, hier schon mal exklusiv für euch das „Wienerroither“ Original Kärntner Reindling-Rezept zum Nachmachen und Genießen.

Wienerroither Reindling

 Original Kärntner Reindling (Rezept ergibt 3 Reindlinge)

Zutaten:

Dampfl: 1 kg Weizenmehl T700, 50g Hefe, 20 g Rohzucker, 10g Honig ,350 g Wasser
Teig: 110g Milch, 110g Wasser, 30g Rum, 18g Salz, 120g Rohzucker, Zitrone, Vanille, 160g Butter
Antrieb: 1 Ei, 1 Dotter
Fülle: Zimt, Rohzucker, Kakao, Rosinen, Walnüsse gehackt, Butterschmalz zum Abstreichen
Für Formen: Butter zum Schmieren

 

Zubereitung Dampfl:

Um das Dampfl zuzubereiten, eine Mulde in das gesiebte Mehl formen, Hefe, Zucker, Honig und Wasser in die Mulde geben, „puddingartig“ anrühren und 20 Minuten stehen lassen.

Danach für den Antrieb das Ei und den Dotter aufschlagen und mit den restlichen Teig-Zutaten (außer der Butter) zu einem geschmeidigen Teig mischen. Bei der Knetphase (2. Gang = schneller Gang) die Butter zugeben. Den Teig mindestens 30 Minuten gut zugedeckt ruhen lassen.

 

Zubereitung:

Während der Teig rastet, die Backformen gut mit Butter ausstreichen, das verfeinert den Geschmack des Reindlings.

Für die Fülle den Zimt mit Rohrzucker und Kakao mischen. Die Rosinen, die über Nacht in Rum und etwas Wasser eingelegt wurden, bereitstellen. Die Walnüsse zerdrücken oder grob hacken.

Nun den Teig in drei gleiche Teile teilen und abermals 20 Minuten stehen lassen. Er braucht ausreichend Zeit und Erholung, um den vollen Geschmack zu entwickeln und schön aufzugehen.

Danach den Teig ausrollen, mit warmem Butterschmalz bestreichen, die Zimt-Zucker-Mischung darauf verteilen und anschließend die Rumrosinen und die Walnüsse je nach Geschmack darüberstreuen.

Wichtig ist es, den Teig fest zusammenzurollen (mindestens 4 Wicklungen). Dann den Anfang ins Ende stecken und in die mit Butter beschmierte Form geben.

Anschließend gut zugedeckt ungefähr 45 Minuten rasten lassen.

Den Ofen auf ca. 175 Grad Celsius vorheizen und ungefähr 45 Minuten backen. Unmittelbar nach dem Ausbacken den Reindling aus der Form stürzen, während der ausgetretene Zimt-Zucker noch warm ist.

 

 

Original Kärntner Reindling vom Wienerroither
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Original Kärntner Reindling

Hier unser Wienerroither Rezept für den originalen Kärntner Reindling. Er darf zur Kirchtagssuppe nicht fehlen! 

Gericht Dessert
Länder & Regionen Kärnten
Portionen 3 Reindlinge

Zutaten

  • 1 kg Weizenmehl T700 für Dampfl
  • 50 g Hefe für Dampfl
  • 20 g Rohrzucker für Dampfl
  • 10 g Honig für Dampfl
  • 350 g Wasser für Dampfl
  • 110 g Milch für Teig
  • 110 g Wasser für Teig
  • 30 g Rum für Teig
  • 18 g Salz für Teig
  • 120 g Rohrzucker für Teig
  • Zitrone für Teig
  • Vanille für Teig
  • 160 g Butter für Teig
  • 1 Ei für Antrieb
  • 1 Dotter für Antrieb
  • Zimt für Füllung
  • Rohrzucker für Füllung
  • Kakao für Füllung
  • Rosinen für Füllung
  • Walnüsse gehackt für Füllung
  • Butterschmalz zum Bestreichen für Füllung
  • Butter zum Ausstreichen der Form

Anleitungen

  1. Zubereitung Dampfl:

    Um das Dampfl zuzubereiten, eine Mulde in das gesiebte Mehl formen, Hefe, Zucker, Honig und Wasser in die Mulde geben, „puddingartig“ anrühren und 20 Minuten stehen lassen.

  2. Zubereitung Teig: 

    Danach für den Antrieb das Ei und den Dotter aufschlagen und mit den restlichen Teig-Zutaten (außer der Butter) zu einem geschmeidigen Teig mischen. Bei der Knetphase (2. Gang = schneller Gang) die Butter zugeben. Den Teig mindestens 30 Minuten gut zugedeckt ruhen lassen.

  3. Zubereitung Füllung:

    Während der Teig rastet, die Backformen gut mit Butter ausstreichen, das verfeinert den Geschmack des Reindlings.

    Für die Fülle den Zimt mit Rohrzucker und Kakao mischen. Die Rosinen, die über Nacht in Rum und etwas Wasser eingelegt wurden, bereitstellen. Die Walnüsse zerdrücken oder grob hacken.

  4. Weitere Zubereitung:

    Nun den Teig in drei gleiche Teile teilen und abermals 20 Minuten stehen lassen. Er braucht ausreichend Zeit und Erholung, um den vollen Geschmack zu entwickeln und schön aufzugehen.

    Danach den Teig ausrollen, mit warmem Butterschmalz bestreichen, die Zimt-Zucker-Mischung darauf verteilen und anschließend die Rumrosinen und die Walnüsse je nach Geschmack darüberstreuen.

    Wichtig ist es, den Teig fest zusammenzurollen (mindestens 4 Wicklungen). Dann den Anfang ins Ende stecken und in die mit Butter beschmierte Form geben.

    Anschließend gut zugedeckt ungefähr 45 Minuten rasten lassen.

    Den Ofen auf ca. 175 Grad Celsius vorheizen und ungefähr 45 Minuten backen. Unmittelbar nach dem Ausbacken den Reindling aus der Form stürzen, während der ausgetretene Zimt-Zucker noch warm ist.

 

 

Villacher Kirchtag
Villacher Kirchtag

Villacher Kirchtag ohne Kärntner Reindling: Geht das überhaupt?

Der Countdown hat bereits begonnen: in wenigen Tagen ist es wieder soweit und in Villach öffnen die Brauchtumswoche und in der Folge der 72. Villacher Kirchtag wieder ihre Pforten. Natürlich sind rund um dieses größte Brauchtumsfest Österreichs allerlei Geschichten zu hören, beinahe jedes Villacher Kleinkind weiß, dass der erste Villacher Kirchtag am 1. August 1936 abgehalten wurde. Der Villacher Kirchtag ist ein Fest für jung und alt, für jeden Geschmack ist etwas dabei und auch für alle Sinne. Dabei dürfen zahlreiche Kirchtagsschmankerl nicht fehlen, wie etwa die berühmte Kirchtagssuppe oder der echte Kärntner Reindling.

 

Kirchtag in Villach
Musiker am Kirchtag in Villach

Vom Reindling ist bekannt, dass er als Osterspeise in den diversen Regionen Kärntens und Sloweniens unter verschiedenen Namen – wie etwa Woazas oder Woazan (der Ausdruck bezieht sich auf das früher kostbare Weizenmehl, das für diese Spezialität verwendet wurde) – auf eine lange Tradition zurückblicken kann. So wurde der erste Reindling, auch „Reinling“ geschrieben, wahrscheinlich schon im 16. Jahrhundert gebacken.

Um auf die eingangs gestellte Frage zurückzukommen, wer zuerst da war, können wir festhalten, dass es den Reindling schon lange vor dem Villacher Kirchtag gegeben hat. Nichtsdestotrotz sind wir uns doch alle einig, dass sich die zwei bestens ergänzen: zu einem Kirchtagsbesuch gehört ein echter Kärntner Reindling einfach dazu – ohne wenn und aber!

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