Hier ist kein Tier drin

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Vegan frühstücken beim Wienerroither

Als wir unser Kaffeehaus Ende der 60er-Jahre aufsperrten, lag der Bedarf an veganem Nahrungsangebot  – wenigstens bei uns rund um den Wörthersee – noch weitgehend bei null. Obwohl bereits 1944 von dem Briten Donald Watson, Gründer der Vegan Society kreiert, spielte der Begriff „Veganismus“ in unseren Breiten noch so gut wie keine Rolle.

Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass es in früheren Zeiten keine vegan lebenden Menschen gegeben hätte. Ganz im Gegenteil…

Geschichte

Pythagoras verzichtete auf Fleisch
„Tiere haben eine Seele wie wir“ – Pythagoras (foto gefunden auf und verlinkt mit www.azquotes.com)

Bereits in der Antike, um 600 v. Chr, gab es die Strömung der Orphiker, die aus religiös-philosophischen Gründen auf Fleisch verzichteten. Sie glaubten an die Wiedergeburt der Seele in menschlichen und tierischen Körpern. Ein sehr bekannter Vertreter vegetarischen Lebensstils war der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras. Seinem Leitsatz: „Alles was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück“ schließen sich sicherlich viele zeitgenössische Veganer an.

Obwohl die vegetarische Lebensweise mit dem Untergang der Antike in Europa verschwand, gab es doch immer wieder namhafte Vertreter, die dem Vegetarismus anhingen – einer der berühmtesten darunter: Leonardo da Vinci.

Buddhismus
In Frieden mit sich selbst und allen Lebewesen (foto gefunden auf und verlinkt mit www.medicaldaily.com)
Wahre Liebe
Wahre Liebe (foto gefunden auf und verlinkt mit Pinterest)

Währenddessen galt im Buddhismus und Hinduismus Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen und somit auch gegenüber Tieren als Ideal, das bis heute andauert. Auch wenn heutzutage in Indien der Fleischverzehr ansteigt, so ernähren sich immer noch 40 % der riesigen Bevölkerung vegetarisch-vegan. So ist die indische Stadt Palitana die erste weltweit, in der komplett vegetarisch gegessen und gelebt wird.

Gründe

Es gibt verschiedenste Auslöser, warum Menschen sich dazu entschließen, auf den Konsum tierischer Produkte zu verzichten.

Vegan drastisch
Sehr drastische Kampagne von Leo Mancini Design (foto gefunden auf und verlinkt mit www.leomancinidesign.com)

Ethische

Da sind zu allererst einmal ethische Gründe. Das Mitgefühl mit Tieren und die Weigerung, brutale industrielle Tierhaltung und –schlachtung zu unterstützen.

Ellen Degeneres
„Ich esse vegan weil ich Berichte darüber sah, was wirklich in Schlachthäusern und auf Rinderfarmen passiert.“ – Ellen DeGeneres (foto gefunden auf und verlinkt mit www.azquotes.com)

 

Ökologisch-ethische

Dazu kommen ökologisch begründete Bedenken. Der Verzehr von Fleisch und Milch ist eine der Hauptverursache für Klimawandel und Umweltzerstörung. Die Flächen, die für den Anbau von Tierfutter verwendet werden, könnten ohne Umweg über die Fleischproduktion zehnmal so viele Menschen ernähren. Das heißt gleichzeitig, wir hätten auch bei weltweitem Umstieg auf ökologischen Landbau genügend Nahrungsressourcen für alle.

Weiters entstehen 20 % der Klimagase über die Fleisch- und Milchproduktion, die bei weitestgehend veganer Ernährung sofort eingespart werden könnten.

Einstein-Appetite-For-Peace
„Nichts wird der menschlichen Gesundheit so nützen und die Chancen, auf der Erde zu überleben so sehr erhöhen, wie die Evolution zu einer vegetarischen Ernährung.“ – Albert Einstein (foto gefunden auf und verlinkt mit www.appetiteforpeace.com)

 

Gesundheitliche

Selbstverständlich entscheiden sich auch viele Menschen aus rein gesundheitlichen Überlegungen für die vegane Lebensweise. Veganer nehmen mit ihrer Nahrung weniger Cholesterin und gesättigte Fettsäuren zu sich und verzehren ein Vielfalt an Obst, Gemüse, Vollkorn und pflanzliche Eiweiße. Die Folge daraus sind

  • Niedrigeres Risiko für koronare Herzkrankheiten und Herzinfarkt
  • Der Blutdruck ist selten zu hoch
  • Geringeres Risiko für einen hohen Cholesterinspiegel
  • Geringeres Diabetes-Risiko
  • Geringere Neigung zu Fettleibigkeit – besserer BMI
  • Durchschnittlich niedrigere Krebsraten
  • Niedrigere Raten von Rheuma-, Gicht-, Arthrose- und Alzheimer-Patienten
  • …..
Health reasons
„Es gibt zwei Arten von Kardiologen: Veganer und jene, die die Fakten nicht gelesen haben.“ – Dr. Kim Allan Williams (foto gefunden auf und verlinkt mit Pinterest)

Religiöse bzw. spirituelle Gründe

 

Russell Brand
„So wie wir die Verletzlichen behandeln, so definieren wir uns selbst als Spezies.“ – Russell Brand (foto gefunden auf und verlinkt mit www.squarespace.com)

 

Wie koch ich vegan?

Das erste Kochbuch mit veganen Rezepten wurde bereits 1874 in den USA veröffentlicht und inzwischen haben wir die Qual der Wahl. Es ist hip geworden, sich vegan zu ernähren und damit seine politische und ethische Einstellung zu zeigen. Viele prominente Köche verkaufen nicht nur ihre Rezepte, sondern zugleich auch einen Lebensstil, der die Vorteile veganer Ernährung mit dem Anspruch auf genussvolles Essen kombiniert. Vegan muss auch schmecken. Gesund allein reicht schon lange nicht mehr.

Attila Hilmann
Attila Hildmann – Star der veganen Kochszene (foto gefunden auf und verlinkt mit www.morgenpost.de)

Vegan frühstücken beim Wienerroither in Pörtschach

Einer dieser jungen kreativen und inspirierenden Köche ist Attila Hildmann, dessen Büchern wir einen Teil unserer Frühstücks-Elemente entnommen haben, so zum Beispiel den köstlichen…

Hirse-Apfel-Zimt-Brei

Dazu brauchst du: Hirse, Hafermilch, Zimt, Salz, Cashewmus, Agavendicksaft, geriebene Äpfel, getrocknete Cranberries

Die Hirse kochen wir in der Hafermilch auf und lassen das Ganze bei niedriger Temperatur weichgaren. Cashewmus, Zimt, Salz und Agavendicksaft unterrühren.  Bei Bedarf noch etwas Hafermilch zufügen. Zum Schluss die geriebenen Äpfel und die getrockneten Cranberries unterheben.

Tipp: Attlia Hildmann gibt den Hirsebrei für 10 Minuten in den Tiefkühlschrank, bevor er die Äpfel und Cranberries dazugibt.

Vegan for Fit
Die genauen Mengen findest du in dem Buch „Vegan for fit“  (foto verlinkt mit www.attilahildmann.com)

Was erwartet Dich, wenn Du unseren veganen Frühstücksteller bestellst? Nun, erst einmal jede Menge zu essen. Viele meinen, es reichte auch für zwei Personen, aber das überlassen wir ganz Deinem Urteil. Das Frühstück besteht aus gegrilltem Gemüse, Tofu-Scramble, hausgemachtem Hummus, kleinem Obstsalat, Attila’s Hirsebrei und natürlich aus frischem Gebäck vom Wienerroither.

Vegan Breakfast

Hirsebrei

Hummus

Gegrilltes Gemüse

Tofu Scramble
Unser neuer Frühstückstelller mit Tofu-Scramble, gegrilltem Gemüse, Obstsalat, hausgemachtem Hummus und kleinem Obstsalat – ma guat!

 

Matcha Latte

Nicht nur vegan sondern auch ein richtiges Superfood ist der Matcha Latte – jetzt auch neu auf unserer Karte in Pörtschach.

Feinster japanischer Matcha Tee in Bio-Qualität von RINGANA wird dabei mit Hafermilch, Vanille, etwas Salz und Agavendicksaft zu einem sämigen Heißgetränk zubereitet und serviert.

Matcha
Wohl eines der edelsten und wertvollsten Getränke – feinster Matcha Tee (foto gefunden auf und verlinkt mit www.teewelt-blog.de)

Matcha ist jener Tee, der in der berühmten japanischen Teezeremonie verwendet wird. Sehr kostbar, da aufwendig im Anbau und der Verarbeitung, enthält das kräftig-grüne Pulver neben Teein und der Aminosäure Theanin besonders viele Antioxidantien, die Catechine, die vor UV-Strahlung und gegen Hautalterung schützen und sich auch günstig auf den Cholesterin-Spiegel, den Magen-Darm-Trakt und die Vorbeugung vor Arteriosklerose und damit verbunden vor Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer auswirken sollen.

Teezeremonie
Meditation im Tun – die japanische Teezeremonie (foto gefunden auf und verlinkt mit www.amida-tee.de)

Auf jeden Fall ist Matcha eine hervorragende Alternative zu Kaffee, da er alle Vorzüge und keine der bekannten gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt. Der König aller Tees aus Japan schmeckt einfach unglaublich aromatisch und macht munter während er gleichzeitig entspannt.

Ein Zaubertrank also?

Ja, wahrlich!

Zaubertrank

 

PS: Einen interessanten Link für alle, die mehr über vegane Ernährung wissen möchten, gibt es hier.

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