Dinkel-Powidl-Krapfen á la Wienerroither

Dinkel-Powidl-Krapfen

Du liebst Krapfen, aber Weizen ist nichts für Dich? Na dann hätten wir hier ein Dinkel-Powidl-Krapfen-Rezept, das Dir gefallen wird. Und falls es diesmal schnell gehen muss und Du keine Zeit zum Backen hast … keine Angst … wir backen ja auch. 😜

Jetzt geht er so richtig los, der Fasching. An allen Ecken und Enden zeigen sich die Narren und zahlreiche Faschingsgilden im Land präsentieren ihren – 🤡 irritierenderweise ganz ungeschminkten – Rückblick auf die Geschehnisse in Politik, Wirtschaft und Kultur.

Dass dies für manchen mitunter nicht die leichteste Kost darstellt, ist wohl hinlänglich bekannt. Aber Gott sei Dank gibt es ja den Faschingskrapfen, der uns mit seiner Vertrautheit tröstet und unser Leben gleich wieder versüßt.

Krapfenzeit beim Wienerroither
fotocredit: M. Assam – Kaerntenphoto

Woher kommt er, der Krapfen?

Zur Entstehung dieser herrlichen Nascherei gibt es viele Legenden. Von der Bäckerin Cäcilie Krapf aus Wien bis hin zum Berliner Zuckerbäcker, der für die Soldaten Friedrichs des Großen frittierte Kanonenkugeln gebacken haben soll, stehen viele Erfinder des Krapfens zur Auswahl. Diese sind jedoch alle mit Vorsicht zu genießen, denn schon lange davor, im alten Ägypten, war eine Form dieses süßen Fettgebäcks bekannt, das als kostbare Grabbeigabe Jahrhunderte später wieder auftauchte. Und auch die dekadenten Römer konnten ihren köstlichen „Globuli“ nicht widerstehen.

Fest steht, dass im Jahre 1200 auf klösterlichen Speisezetteln eine Fettgebäck mit Namen „graphos“ aufscheint, dessen Verzehr besonders vor der Fastenzeit empfohlen wurde, um schon im Vorhinein etwas Energie für die mageren Wochen vor Ostern zu speichern. 

Da wäre es doch durchaus möglich, dass knappe hundert Jahre zuvor auch Hildegard von Bingen diesen Vorläufer des Krapfens bereits kannte. Und – was meint Ihr? Sie hätte ihn doch ganz sicher aus Dinkelmehl gebacken…

Unser Rezept für Dich:

Unser Dinkel-Krapfen mit feiner Powidl-Fülle - ein Gedicht!
Wer kann ihm schon widerstehen, dem Dinkel-Powidl-Krapfen?

Dinkel-Powidl-Krapfen á la Wienerroither

Länder & Regionen Kärnten, Österreich
Keyword Dinkel, Krapfen, Ma guat, Powidl, Wienerroither
Portionen 28 Krapfen

Zutaten

für die Krapfen:

  • 750 g Dinkelfeinmehl T 700
  • 15 g Zucker
  • 50 g Hefe
  • 130 g Vollmilch
  • 100 g Wasser
  • 20 g Rum
  • 80 g Butter
  • Zitronen-Abrieb
  • 1 Prise Zimt

zum Herausbacken:

  • hochwertiges Frittierfett

zum Füllen:

  • 560 g Powidl
  • Staubzucker

Anleitungen

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe, Zucker und Wasser mit ein bisschen Mehl zum Dampfl verrühren und ca. 30 min stehen lassen.

  2. Jetzt die restlichen Zutaten dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig auskneten. Anschließend in eine Schüssel geben und mit Folie abdecken.

  3. Nach ca. 30 min einmal in der Schüssel zusammenfalten.

  4. Nach weiteren 15 min den Teig zu ca. 40 g Protionen auswiegen und runde Teigstücke formen. Auf einem bemehlten Brett oder Blech mit etwas Abstand auflegen und mit einem Küchentuch zugedeckt für ca. 45 min rasten lassen.

  5. Für die letzten paar Minuten das Tuch wegnehmen, damit sich eine leichte Haut bilden kann.

  6. Das Frittierfett auf 165 ° C erhitzen und die Krapfen vorsichtig mit einer Schöpfkelle o. ä. hineingleiten lassen. Für ungefähr 4 – 5 min darin frittieren.

  7. Etwas abkühlen lassen und mit Powidl (oder gerne auch anderer Marmelade nach Wunsch) füllen. Ma guat!

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Nachbacken und vor allem beim Vernaschen!

Ma guat!

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