Altes Brot verwerten: #08 – Kohlsprossen-Brot-Auflauf

foto: ©Marzia Balza

Ganz einfach “ma guat”: Nach Bewegung an der frischen, winterlichen Luft ist ein warmer, sättigender Auflauf genau das Richtige! Wir zeigen Dir, wie Du unsere Variante simpel und schnell mit saisonalen Zutaten zubereitest und gleichzeitig ganz nebenbei dem Altbrot in Deiner Brotlade eine zweite Chance gibst. Du wirst sehen, dieses Rezept wird Deinen Bauch und Dein Herz erwärmen. Garantiert!

Endlich mal Sonne!

Nach einer langen, nebligen Zeit beschenkt uns der Januar immer wieder mit herrlichem Sonnenschein und lässt schon erahnen, dass es nun wieder aufwärts geht mit dem Jahr. Die Temperaturen wollen zwar nur selten über den Nullpunkt steigen, doch dafür locken uns tolle Winteraktivitäten hinaus ins Freie. So zum Beispiel Eislaufen auf dem Lendkanal in unserer wunderschönen Landeshauptstadt. Herrlich! Nach der lustigen, aber doch ziemlich anstrengenden körperlichen Spitzenleistung in der Kälte gibt es anschließend zur Belohnung ein wärmendes, sättigendes und köstliches Gericht.

Team Kohlgemüse

Für unseren Auflauf wollen wir ja saisonale und regionale Zutaten verwenden – und was ist winterlicher und regionaler als Kohlgemüse? Trotzdem hat Kohlgemüse den Ruf, ein Arme-Leute-Essen zu sein. Noch dazu wird behauptet, dass es nicht besonders gut riecht… Bei Kohl scheiden sich eben die Geister. Wir finden, es ist Zeit, mit den Stereotypen aufzuräumen und diesem vielseitigen Gemüse die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient!

Kohlsprossen sind ein wahres Multitalent in der Gemüseküche - foto: ©Marzia Balza

Erstens lassen sich köstliche und raffinierte Kohlgerichte sehr schnell und einfach zubereiten und zweitens sind die verschiedenen Kohlarten in der Zubereitung unglaublich vielfältig: Sie können gegrillt, geschmort, gedünstet, gedämpft oder sogar eingelegt werden! 

Was den Geruch angeht, der ist vielleicht nicht jedermans Sache, doch haben wir einen Insider-Tipp für alle Geruchsempfindlichen: Gib einfach einen Schuss Essig ins Kochwasser, du wirst sehen, es wirkt Wunder.

Generell schätzen wir Kohlgemüse vor allem im Winter als preiswerte Quelle von verschiedensten Vitaminen und Mineralstoffen. Insbesondere Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K, Folsäure Kalium, Magnesium und Eisen sind in den Kohlsorten enthalten. Damit bleibt unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit ganz schön stark, und genau das brauchen wir! Von dem hohen Gehalt an Ballaststoffen im Kohl können wir ebenfalls profitieren: wir fühlen uns länger satt.

Habt Ihr übrigens gewusst, dass Kohlblätter auch als Heilmittel besonders gut sind? Ihre kühlende, schmerzlindernde, abschwellende und entzündungshemmende Wirkung war bereits bei den alten Römern und Griechen bekannt! 

Die Kohlfamilie ist riesengroß. Für unser Gericht haben wir aus dieser Vielfalt die niedlichen Kohlsprossen – die man auch als Rosenkohl kennt – ausgesucht. Nicht nur weil sie hübsch sind, sie schmecken einfach wunderbar und haben noch einen ganz besonderen Bonus im Vergleich mit ihren Verwandten: mit ihrem hohen Eiweißgehalt sind sie eine großartige Energiequelle. Ein Multitalent eben!

Der Dunkle Wecken - das klassische Roggenmischbrot vom Wienerroither - foto: ©Kaerntenphoto

Das richtige Brot

Einen idealen Begleiter für die Kohlsprossen haben wir in unserem Dunklen Wecken. Dieses Roggenmischbrot ist ein Klassiker im Wienerroither Sortiment, wird es beim Bäck vom See doch schon seit den 1950er-Jahren gebacken. Es ist genauso vielseitig wie das Kohlgemüse selbst – ob pikant belegt, überbacken oder bestrichen mit Butter oder Frischkäse und Honig.

Die Tatsache, dass der Dunkle Wecken lange haltbar ist und schön saftig bleibt (sowohl in der Krume als auch an der Kruste), haben wir dem Kochstück aus Roggenmehl zu verdanken, das eine extra Portion Wasser im Teig speichert. Diese Saftigkeit und auch die leicht malzige Note versprechen eine köstliche Liaison mit unseren Kohlsprossen.

Also: Ran an die Schürzen – es ist Zeit zum Kochen!

So köstliches kann altes Brot schmecken ... - foto: ©Marzia Balza

Kohlsprossen-Brot-Auflauf

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Zutaten

Auflauf:

  • 500 g Kohlsprossen
  • 300 g Dunkler Wecken vom Vortag
  • 3 EL Butter
  • Salz
  • Bergkäse 12 Monate gereift oder Parmesan gerieben

Béchamelsauce:

  • 70 g Butter
  • 70 g Mehl
  • 800 ml Vollmilch
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss gemahlen

Zum Bestreuen:

  • 2-3 Scheiben Dunkler Wecken

Anleitungen

Béchamelsauce:

  1. Die Milch in einen Topf geben und erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. 

  2. In einem weiteren Topf die Butter bei schwacher Hitze schmelzen, vom Herd nehmen und das Mehl hinzufügen. Mit einem Schneebesen gut vermischen. Wieder auf die schwache Hitze stellen und rühren, bis die Mischung leicht goldfarben ist. Dann vom Herd nehmen.

  3. Die heiße Milch nach und nach über die Butter-Mehl-Mischung gießen und dabei mit einem Schneebesen ständig rühren, bis die Béchamel glatt ist. Wieder auf den Herd stellen und ca. 5 Minuten lang eindicken.

  4. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Auflauf:

  1. Den Ofen nun auf 200 Grad Celsius vorheizen.

  2. Kohlsprossen sauber putzen, die äußeren Blätter entfernen und den überstehenden Strunk abschneiden. Zuletzt die Kohlsprossen halbieren.

  3. Butter in einer Pfanne erhitzen, die Kohlsprossen dazugeben und ca. 10 Minuten anbraten, bis sie goldbraun sind, aber immer noch Biss haben. Die Kohlsprossen aus der  Pfanne nehmen und das gewürfelte Brot ein paar Minuten anrösten. 

  4. Kohlsprossen und Brot abwechselnd in eine Backform geben, gut salzen und durchmischen. Mit der Béchamelsauce bedecken und mit dem zerbröselten Brot und Bergkäse bzw. Parmesan bestreuen. 

  5. Im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, bis der Käse vollständig geschmolzen und goldbraun ist.

  6. Warm servieren und genießen, am besten mit einem Glas Weißwein.

Variationsvorschlag:

  1. für eine herzhafte, nicht vegetarische Varianten angebratene Speckwürfel vom Kärntner Bauchspeck untermischen.

Kohlsprossen-Brot-Auflauf von Marzia Balza. Ma guat!
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