Wenn Kärnten Piemont trifft: Weihnachtskekse und Zabaione!

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei…“ So geht das Lied und es stimmt auch! Aber was wären Kekse, Christstollen und die ganzen Weihnachtsköstlichkeiten ohne ein heißes Getränk? Nicht der klassische Kaffee oder Tee…jetzt mal Zabaione! Wenn Kärnten Piemont trifft 🙂

Zabaione, oder Zabaglione, ist doch ein lustiges Wort, aber was steckt eigentlich dahinter? Zabaione ist eine ganz ganz leckere Creme aus nur drei Zutaten – Eidotter, Zucker und Marsala –  ganz typisch für Piemont (Italien) – so sagen mindestens unsere Freunde aus Turin. Klar, wie bei allen besten Rezepten muss immer darüber gestritten werden, wer es erfunden hat. Das Wort Zabaione selbst stammt eindeutig aus den norditalienischen Dialekten: zebaion heißt im Mailänder Dialekt ‚gewürzter Wein‘, zabùi bedeutet in Piemont ganz einfach ‚Mischung‘, aber die Geschichten zum Ursprung von Zabaione kommen aus ganz Italien.

Das allererste Rezept stammt eigentlich aus Neapel (1450), eine andere Version geht auf das Jahr 1471 zurück, als der Herrscher Giovan Paolo Baglioni aus Perugia vor den Toren von Reggio Emilia lagerte und Soldaten befahl, den Bauern Eier und Zucker wegzunehmen. Beim Mischen der Zutaten kam eine Flüssigkeit heraus, die der Kapitän den Soldaten anstelle der Suppe servierte. Der Kapitän Giovan Paolo Baglioni wurde vom Volk Zvàn Bajòun und von da an nannte man die Creme Zambajoun, später Zabaione.

Christstollen mit Zabaione

Die piemontesische Geschichte zum Zabaione spielt jedoch erst 200 Jahre später. Der spanische Franziskanermönch San Pasquale da Baylon war im 16. Jahrhundert in Italien, im Herzen von Turin. Er war als sehr guter Koch bekannt und hat gerne mit anderen Köchen und Köchinnen seine Rezepte geteilt. Seine absolute Spezialität war aber –  Überraschung, Überraschung – die Creme von San Baylon, dann gekürzt zu „Sambaiôn“ oder I„ Sanbajun.“ Seit 1722 ist Pasquale de Baylon der Schutzpatron der Köche und Köchinnen in Turin.

Also, wer hat nun eigentlich Zabaione erfunden? Schwer zu sagen. Nichtsdestotrotz, wenn man in einem Kaffeehaus in Piemont sitzt, kann man ruhig eine Tasse cremiger heißer Schokolade (Fondente, Gianduja usw….mmmmm so lecker!) bestellen, oder vielleicht doch eine Tasse heißer Zabaione!

 

Zabaione sorgt auch für die Weihnachtsstimmung: Sie passt wunderbar zum Panettone und Pandoro, den Stars der italienischen Weihnachten. In Piemont kann man am 25. Dezember nach dem großen Weihnachts Mittagessen ein Stück Panettone mit Zabaione als Jause genießen. Pandoro kann man sogar in Zabaione tunken, himmlisch!

Das Beste ist aber noch, dass Zabaione auch super zu Teegebäck, Christstollen und Cookies passt! Im Prinzip passt Zabaione zu jeder weihnachtlichen Leckerei, egal ob in Italien, Österreich oder auf der anderen Seite der Welt!

Zabaione

Zabaione ist eine ganz ganz leckere Creme aus nur drei Zutaten - Eidotter, Zucker und Marsala - ganz typisch für Piemont (Italien)

Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Arbeitszeit 15 Minuten
Portionen 3 Portionen
Autor Marzia Balza

Zutaten

  • 6 Eidotter
  • 6 EL Zucker
  • 6 EL Marsala

Anleitungen

  1. In einer Metallschüssel mit abgerundetem Boden oder Topf die Eigelb und Zucker hinzufügen, mit dem Schneebesen verrühren, bis die Zutaten gut vermischt sind. Den Likör dazugeben und umrühren, bis die Masse locker ist. 

  2. Beginnen Sie mit dem Kochen im Wasserbad und achten Sie darauf, dass das Wasser leicht kocht und der Topf mit der darin enthaltenen Zabaione-Mischung nicht mit dem Wasser in Berührung kommt. 

  3. Etwa 10 Minuten kochen lassen und dabei ständig mit dem Schneebesen rühren, bis die Zabaione luftig und cremig ist.

Quellen: http://www.cuochitorino.it/1/lo_zabaglione_4102613.html ; https://www.21secolo.news/la-storia-dello-zabaione/

Rezeptquelle: Nonna ❤️

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